Zwei Seiten einer Medaille

Hospizbegleiter des Ökumenischen Hospizvereins im Landkreis Miltenberg bilden sich weiter

Zwölf Hospizbegleiter des Ökumenischen Hospizvereins  beschäftigten sich im Rahmen eines Seminartages mit dem Thema: Zwei Seiten einer Medaille - Wenn Schwerkranke und Angehörige die Situation unterschiedlich einschätzen.

Anhand von Fallbeispielen vermittelte die Referentin Frau Gertraud Kreuzer-Wehrsig mehrere Kommunikationshilfen und Konfliktlösungsstrategien. Die Teilnehmer konnten so lernen, gegebenenfalls zwischen den Schwerkranken und den Angehörigen zu vermitteln bzw. zur Seite zu stehen, auch wenn kein Konsens erreichbar ist.

Für das Tagesseminar konnte der Hospizverein die Referentin Gertraud Kreuzer-Wehrsig, die eine Praxis für Psychotherapie und Ressourcentraining in Bad Orb betreibt, gewinnen. Mit dem inhaltsvollen Seminartag, der im ev. Gemeindehaus in Erlenbach stattgefunden hat, wird den Teilnehmern ein weiteres wichtiges Rüstzeug für ihre wertvolle Arbeit mitgegeben

Der Hospizverein weist darauf hin, dass im September 2017 ein neuer Kurs für die Ausbildung zum/zur HospizbegleiterIn beginnt. Interessenten hierfür können sich im Hospizbüro  (Obernburg - Römerstraße 51) melden bzw. über die [HIER] aufgeführten Möglichkeiten Kontakt zu uns aufnehmen.

Neuer Vorstand nach Jahreshauptversammlung

Dr. Matthias Salefsky ist neuer Vorsitzender des Ökumenischen Hospizvereins im Landkreis

In der Jahresversammlung am 22. Februar im evangelischen Gemeindehaus in Erlenbach wurde der Internist, Kardiologe, Palliativmediziner und Mitglied im ambulanten Palliativteam Aschaffenburg, von den Anwesenden einstimmig gewählt.

Ebenso einstimmig wurden Claudia Schüßler-Volz zur stellvertretenden Vorsitzenden, Carmen Raloff zur Schriftführerin und Tanja Schäfer zur Schatzmeisterin gewählt. Die bisherige Vorsitzende Helga Nutz, die nicht mehr zur Wahl angetreten ist, sowie die Schatzmeisterin Sabine Klimmer und die Schriftführerin Gisela Merz schieden aus dem [Vorstand] aus.

Tod und Trauer mitten im Leben

Der Ökumenische Hospizverein hat seinen Sitz nach Obernburg in die Räume der früheren Post in der Römerstraße 51 verlegt. Vorher war der Verein in Kleinwallstadt in der Roheschen Stiftung tätig. Am Samstag, dem 23.07.2016 wurden im Rahmen einer Feierstunde die neuen Büroräume von den Pfarrern Manfred Jarosch und Stefan Meyer gesegnet. (Main-Echo)

Lesen Sie hierzu den kompletten Artikel aus dem Main-Echo vom 25.07.2016

Hospizverein eröffnet Trauercafe

"Bedenkt: Den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der anderen muss man leben." Mascha Kaleko

Im vergangenen Frühjahr konnte der Ökumenische Hospizverein ein Trauercafe eröffnen.

Wir möchten hiermit Trauernden eine Gelegenheit bieten, sich in einem geschützten Rahmen mit Menschen, die sich in ähnlicher Lebenssituation befinden, zu treffen.
Es wird Raum und Zeit geboten, über Verlust und Schmerz zu sprechen. Ausgebildete Trauerbegleiter werden bei diesen Treffen anwesend sein.

Nähere Informationen finden Sie [HIER]

30 Gedanken zum Tod

„Wer oder was ist der Tod?” Niemand kennt aus persönlicher Erfahrung eine Antwort auf diese Frage. Dennoch betrifft sie jeden, denn der Tod ist unausweichlich. Wir leben als endliche Wesen, ohne zu wissen, was uns am Ende und wann uns das Ende erwartet. Dem entspricht, dass viele, sehr verschiedene Antworten auf die Frage nach dem Tod existieren: persönlich-existentielle, religiöse, juristische, politische, medizinische u.a.m.

Das Diskursprojekt zeichnet „30 Gedanken zum Tod”, geäußert von sterbenden Menschen, Ärzten, Seelsorgern, Politikern, Juristen, Künstlern und anderen Personen auf und stellt sie als Videoclips zur Ansicht in die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter, Vimeo, Tumblr). Die 30 Gedanken richten sich somit an jedermann, indem sie zur Auseinandersetzung aufrufen und zum Antworten auf die Frage einladen: „Wer oder was ist für Dich der Tod?”

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Diskursprojekt möchte dazu beitragen, dass öffentlich über den Tod in einer freien und zugleich einer demokratischen Art und Weise debattiert wird. Es geht darum, Erfahrungen und Expertisen zum Ausdruck und zur Geltung zu bringen, die für den gesellschaftlichen Diskurs und für jede individuelle Person wichtig sein können. Es ist das Ziel des Diskurses, die offene Ausbildung einer Haltung zur Endlichkeit des Lebens und einer Vorstellung vom Tod anzuregen.

[HIER] gelangen Sie zur Internetpräsenz des Projektes

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.

Seit Veröffentlichung der Charta im September 2010 ist es gelungen, viele weitere Akteure in den Prozess einzubeziehen, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den existentiellen Phänomenen Sterben, Tod und Trauer zu fördern und die Ziele der Charta stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. 1.356 Organisationen und Institutionen sowie 14.832 Einzelpersonen – darunter auch zahlreiche Politiker aller Ebenen – haben sich bisher mit ihrer Unterschrift für die Charta und ihre weitere Umsetzung eingesetzt.

(Stand: Februar 2016)

Unterstützen Sie die Charta durch Ihre Unterschrift.

Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Charta: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de

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Unsere Hospizbegleiter und die Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Bürokosten, Miete, die Ausbildung neuer Hospizbegleiter sowie deren Fortbildungen und Supervisionen finanzieren wir über Spenden.

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