Geschichte der Hospizarbeit im Landkreis Miltenberg

Anfänge der Hospizarbeit im Landkreis 1995

Am Anfang stand die Teilnahme an einem Hospiz-Kongress. Heidi und Hans-Georg Riebel hatten in Würzburg die Hospizidee kennengelernt und fragten sich, ob denn nicht auch in einem eher ländlich strukturierten Gebiet wie dem Landkreis Miltenberg Hospizarbeit möglich wäre. Mitstreiterinnen und Mitstreiter waren schnell gefunden, auch mit den Maltesern Würzburg ein Konzept, bei dem alle mitkonnten. Die ersten Interessierten wurden unter Leitung von Schwester Mary Christine und Hans Burkhardt zu Hospizhelferinnen ausgebildet und ein Jahr später in die Begleitung geschickt.

1996-2003 Vier weitere Ausbildungsgruppen

Vier weitere Gruppen wurden ausgebildet. Die Hospizarbeit wuchs, auch die Zahl der Einsätze. Die Einsatzleitung musste auf breitere Füße gestellt werden. Für die Altlandkreise Miltenberg und Obernburg wurde jeweils ein Einsatzteam aus zwei Personen gebildet. Die einzelnen Ausbildungsgruppen wurden in zwei Teilgruppen auf die beiden Bereiche verteilt. Barbara Schenck-Hofmann und Erika Kraft erwarben die Zusatz-Qualifikation im Bereich Palliative-Care und übernahmen hauptverantwortlich die beiden Einsatzleitungen.
 

2005 Gründung des Ökumenischen Hospizvereins

Nachdem zwar schon viele Strukturen im Landkreis entstanden waren, gab es Überlegungen, die Hospizarbeit im Landkreis noch mehr zu verorten. Es wurde der Ökumenische Hospizverein im Landkreis Miltenberg e.V. gegründet. Zwei weitere Gruppen von Hospizbegleiterinnen und -begleiter wurden ausgebildet. Der Kontakt zu anderen Initiativen wurde intensiviert. Der Hospizverein war im Palliativ-Hospiz-Arbeitskreis im Landkreis Miltenberg vertreten.
 

2011 Hauptamtliche Koordination

Die Einsatzzahlen stiegen kontinuierlich, gleichzeitig wuchs die Belastung der beiden ehrenamtlichen Einsatzleitungen über Gebühr, wobei sie dennoch hervorragende Arbeit leisteten. Trotzdem wurde es notwendig, die Koordination neu zu regeln. Ab dem 01.04.2011 übernahm Stefanie Basch die hauptamtliche Koordination des Hospizvereins - eine logische Weiterentwicklung der Hospizarbeit im Landkreis Miltenberg.
 

2012/13 SAPV

Nach vielen Vorüberlegungen realisierte die Hospizgruppe Aschaffenburg den Aufbau einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Mittlerweile ist sie für den gesamten Untermain zuständig und hat die Arbeit im Juli 2013 aufgenommen.

2014 Zweite Koordinationskraft

Nachdem die Begleitungszahlen weiter stark angestiegen waren, fasste der Verein den Entschluss, eine zweite Koordinatorin einzustellen. Seit dem 07.01.2014 ist Margarete Hohm als 2. Kraft fest angestellt.