SAPV

"80% der Menschen würden gerne zu Hause sterben -

tatsächlich sterben 80% in einem Krankenhaus oder Pflegeheim"

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer


Spezialisierte Ambulante Palliativversorung (SAPV)


Trotz unbestreitbarer Fortschritte in den letzten Jahren, vor allem im stationären Versorgungsbereich (Klinik für Palliativmedizin, stationäres Hospiz) bestehen auch am bayerischen Untermain weiterhin Hindernisse bei der qualifizierten palliativmedizinischen Versorgung sterbender Menschen im häuslichen Umfeld.
Insbesondere fehlt es häufig immer noch an der Koordination von medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Strukturen. Eine flächendeckende und bedarfsgerechte Palliativversorgung im ambulanten Sektor ist auch in unserer Region noch nicht vorhanden.

Patienten, die an einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit hohem Versorgungsbedarf leiden, können jetzt einen individuellen Rechtsanspruch auf eine sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung – SAPV geltend machen. Diese soll durch multiprofessionelle „Palliative Care Teams“ geleistet werden, die ausschließlich schwerkranke und sterbende Patienten sowie deren Angehörigen betreuen bzw. Hausärzte und Pflegedienste, als Träger der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung – AAPV, konsiliarisch beraten.

SAPV stellt somit einen neuen Baustein in der hospizlich-palliativmedizinischen Betreuung für die Patienten dar, bei denen durch die bisher vorhandenen Versorgungsstrukturen eine häusliche Versorgung am Lebensende nicht erreicht werden konnte.

Die Hospizgruppe Aschaffenburg federführend und unser Hospizverein in Kooperation starten Mitte 2013 ein solches SAPV-Team für die Region Untermain, d.h. Stadt und Landkreis Aschaffenburg und Landkreis Miltenberg.  Danke an unsere Aschaffenburger Freudinnen und Freunde für das überaus große Engagement!

Hier finden Sie den Internetauftritt des "Hospiz- und Palliativ-Teams Bayerischer Untermain".